작품 상세

Still life: flowers with bowl and striped jug, 1936 Gouache over pencil drawing on Fabriano laid paper, framed Lower right signed and dated '' Oskar Moll 36'' (Original signature). Moll, Oskar 1875 Brieg in Schlesien - 1947 Berlin Blumenstillleben mit Schüssel und gestreiftem Krug. 1936 Gouache über Bleistiftzeichnung auf Fabriano Bütten (Wz.) 72 x 52 cm Rechts unten signiert und datiert " Oskar Moll 36" (Originalsignatur nachgezogen). Rahmen. Werkverzeichnis: Wird in das sich in Vorbereitung befindliche Werkzeichnis aufgenommen Echtheitsbestätigung: Mit einem Gutachten von Dr. Gerhard Leistner, 21. August 2016 Oskar Moll, der in München und Berlin unter anderem auch bei Lovis Corinth studiert hatte, ging 1907 nach Paris, wo er den Maler Henri Matisse kennenlernte. Seit 1906 war er mit der Bildhauerin und Malerin Marg Moll verheiratet. Gemeinsam mit Hans Purrmann, seiner Frau Marg und anderen gründete er 1908 die "Académie Matisse", die bis 1911 Bestand hatte. 1918 wurde er Professor an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau, nach der Schließung der Akademie 1933 ging er an die Kunstakademie Düsseldorf, wurde aber nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten als "entarteter Künstler" diffamiert und entlassen. "Oskar Moll war in der Klassischen Moderne einer der herausragenden deutschen Maler des Stillebens, der durch die Berührung mit Henri Matisse in Paris dieses Genre seit 1907 nicht nur kultivierte, sondern auch jahrzehntelang in einer unverwechselbaren Bildsprache sublimierte. Das Arrangement eines Stilllebens vollzog sich bei Moll nach ein- und demselben Ritual, indem er die Gegenstände, die ihn im Alltag begleiteten oder die er auf seinen Kunstreisen erworben hatte, spontan auswählte und meist zu einem Blumenstück arrangierte Dieses Stilleben steht in Molls Werkschaffen an einem stilistischen Wendepunkt, was auch der Datierung von 1936 entspricht. Es sind noch wenige, aus der Breslauer Zeit inspirierte kubistische Bildelemente zu sehen.. Oskar Moll setzte Wasserfarben ein, die er mit Deckweiß und anderen Pigmenten zu Gouachefarben bindet. Und er verwendete bei seinen Aquarellen und Gouache gerne ein besonders saugfähiges Papier der Marke Fabriano, was auch bei dem vorliegendem Werk der Fall ist" (Zitiert aus dem Gutachten von Dr. Gerhard Leistner, 2016)