작품 상세
Bernhard Kretzschmar 1889 Döbeln – 1972 Dresden Öl auf Leinwand. Monogrammiert "BK." u.li. Verso Mi. schwach lesbar in schwarzer Kreide eine Preisannotation. Im profilierten, eierschalenfarbenen Künstlerrahmen. Das vorliegende Gemälde ist eine der seltenen Dokumentationen des Frühwerks Bernhard Kretzschmars und deshalb von herausragender kunsthistorischer Bedeutung. Die expressive Malweise, insbesondere der Pflanzen, mit kraftvollen langen Pinselstrichen und das warme Licht erinnern u.a. an "Winterlandschaft am Kaitzbach", Öl auf Leinwand, 65 x 78 cm, 1916, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Albertinum, Gal.-Nr. 2756. Wie im Kaitzbach wurde ein in der Grundanlage impressionistisches Bild mit expressiv-subjektiver Farbigkeit angereichert. Die "Gartenlandschaft mit Staffage" (1915; Löffler 1985, Abb. 4) ist das zweite wichtige Vergleichswerk, in dem Kretzschmar das Ausklingen des Spätimpressionismus prägnant vor Augen führt. Dargestellt ist wohl ebenfalls eine Gegend in Gostritz, in unmittelbarer Umgebung von Kretzschmars Wohnhaus. Zur frühen Malerei Kretzschmars vgl.: Fritz Löffler: Bernhard Kretzschmar. Leben und Werk. Dresden 1985. S. 13–19. Sigrid Walther und Gisbert Porstmann (Hrsg.): ""Deutung des Daseins"": der Maler Bernhard Kretzschmar in der Städtischen Galerie Dresden. 2018. S. 9–15. Wir danken Herrn Peter Stilijanov, Klosterneuburg, für freundliche Hinweise. Bernhard Kretzschmar 1889 Döbeln – 1972 Dresden Nach einer Dekorationslehre absolvierte Kretzschmar von 1909–11 ein Studium an der Dresdner Kunstgewerbeschule. Ab 1911 an der Kunstakademie, u.a. bei Robert Sterl und Richard Müller. Kretzschmar unternahm 1913 Reisen nach Italien, Südfrankreich und Spanien. Es entstanden u.a. grafische Werkgruppen zu Ansichten von San Remo, Genua und Palma: Zeichnungen, nach denen z.T. später auch Radierungen entstanden. 1914 Meisterschüler bei Carl Bantzer. Er war Gründungsmitglied der "Gruppe 17", der auch P. A. Böckstiegel und Conrad Felixmüller angehörten sowie Mitglied der "Dresdner Sezession 1932". Während der nationalsozialistischen Diktatur wurden Arbeiten Kretzschmars beschlagnahmt und für "entartet" erklärt. Im Zuge der Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 wurde der Großteil seines Werkes zerstört. 1958 heiratete Kretzschmar die Malerin Hilde Stilijanov. 1946 wurde er zum Titular-Professor an der HfBK Dresden ernannt. Ab 1969 war Kretzschmar Mitglied der Deutschen Akademie der Künste.
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