작품 상세

Erich Fraass 1893 Glauchau – 1974 Dresden Oil on canvas. Signiert "E. Fraass" u.re. Leinwand verso mit einem ganzflaechigen weiss-grauen Anstrich, wohl ueber einem verworfenen Gemaelde. Auf Keilrahmen und Leinwand bemasst und weitere Annotationen von fremder Hand. In einer profilierten, hellen Holzleiste gerahmt. WVZ SKD 1959 1, mit Abbildung sowie abweichendem Titel "Liebespaar" und Datierung "1920"; WVZ Hebecker 67, dort mit dem Vermerk "Kuenstlernachlass". Provenienz: Privatbesitz Dresden. Im halbschattigen Bildmittelgrund zwischen zwei Baeumen steht Erich Fraass selbst – das Kolorit und der Duktus, in welchem der Kuenstler seinen Anzug malte, gleicht jenen der neben ihm heraufragenden Staemme. Er blickt auf seine Frau Margarete, mit welcher er am 15. September 1919 die Ehe schloss. Wie eine schuetzende Konstante haelt er sich direkt hinter dem Ruecken Gretes auf. Gedankenverloren pflueckt sie, in blauem Kleid vor ihm knieend, tiefrote Mohnblumen am Wegesrand. In ihrer Farbigkeit und Fragilitaet symbolisieren die Blueten Leidenschaft, Liebe und Vergaenglichkeit. Fraass, Meisterschueler Robert Sterls, beschaeftigte sich vorrangig mit den sozialen Themen der Malerei und wertete die geisteswissenschaftliche Betrachtung der Kunst wie folgt "Ein Kunstwerk erklaert sich selbst. Man schreibt zuviel ueber Kunst. Dadurch verwirrt man den Betrachter und macht ihn unfrei." So bleibt es dem Betrachter ueberlassen, die subtilen, friedvollen Einklaenge des Werkes selbst wahrzunehmen. Wir danken Dr. Andreas Timmler, Moritzburg, und Frau Christa Saager, Dresden, fuer freundliche Hinweise.