작품 상세
"Sinnende Frau" Öl auf Sperrholz. Um 1942. 50,5 x 40,5 cm. Unten rechts mit Pinsel in Grau signiert "MKAUS", verso mit Pinsel in Schwarz nochmals signiert "MKAUS", betitelt und bezeichnet "1 X gewa."(chst). Nicht bei Schmitt-Wischmann/Kaus. In einer Folge von über vierzig Aquarellen, zahlreichen Zeichnungen und zwei bisher bekannten Ölgemälden verarbeitete Max Kaus die Krankheit und das Sterben seiner Frau Gertrud, genannt Turu. Mit unserem Gemälde "Sinnende Frau" bereichert nun ein weiteres Ölbild diese Werkgruppe. Bereits 1948 wurde im Berliner Haus am Waldsee unter dem Titel "Schmerzliches Bildnis" eine Auswahl dieser Arbeiten gezeigt, eine Ausstellung, die damals bereits sowohl Betroffenheit als auch Unverständnis, aber auch begeisterte Zustimmung auslöste und auf die Betrachter stark polarisierend wirkte. Heute befindet sich der sogenannte Turu-Zyklus im Berliner Brücke-Museum. Das Gemälde "Sinnende Frau" von 1942 basiert wohl auf einer Graphitskizze aus demselben Jahr, "Kopf en face, in beide Hände gestützt" (Max Kaus, Turu, Krankheit und Tod. Ein Zyklus von 1942 bis 1944, Ausst.-Kat. Brücke Museum Berlin 1981, Kat.-Nr. 1, mit Abb.). Mit breitem Pinsel oder Spachtel sind die pastosen, körnigen Farben in fein abgestufter Tonalität aufgetragen. Turus Hände formen einen engen Rahmen um das Gesicht und lassen es zwischen ihren Vertikalen noch schmaler erscheinen. Das runde Bild rechts über dem Kopf, das sonst nirgends im Turu-Zyklus oder in den Gemälden erscheint, wirkt wie eine Erinnerung an glücklichere Zeiten. Kaus' malerische Konzentration liegt vor allem auf der differenzierten Gestaltung des Antlitzes mit den dunklen, tief liegenden Augen. "Die Kraft dieses Bildes offenbart sich in der Unmöglichkeit, der fragenden, vom Tod gezeichneten Frau auszuweichen. Der nahende Tod thematisiert den Lebenssinn, die Begrenztheit des menschlichen Daseins fordert den Menschen zur eigenen Überprüfung auf." (Ursula Schmitt-Wischmann, Max Kaus, Werkverzeichnis der Gemälde, Berlin 1990, S. 15f.). Indem er es mit gnadenloser Eindringlichkeit malerisch gestaltet, versucht Kaus das Geschehen, die Angst und den Schmerz zu verarbeiten und sich den existenziellen Herausforderungen zu stellen. Wir danken Frau Sigrid Kaus für Ihre freundlichen Auskünfte. - Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland
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