작품 상세

Saarlandschaft Öl auf Leinwand. 1943. 74,5 cm x 90,0 cm. Unten links mit Pinsel in Rot signiert "MKaus" und datiert. Schmitt-Wischmann 264. "Des Künstlers Reisen, die ihn in verschiedene Landstriche Deutschlands, nach Oberitalien und Österreich führen, inspirieren die zahlreichen Landschaftsbilder, die im Werk der 1930er (und teilweise auch der 1940er) dominieren. Für Max Kaus beginnt, wie für so viele Künstler seiner Zeit, eine Phase des unfreien verhinderten Arbeitens. Seit 1935 als Lehrer für figürliche Malerei an den Vereinigten Staatsschulen in Berlin tätig, ist er zunehmend Repressionen der Nationalsozialisten ausgesetzt: 1937 werden seine Arbeiten aus Ausstellungen und Museen entfernt, 1938 muß er schließlich seine Lehrtätigkeit aufgeben, da er sich dem Beitritt einer nationalsozialistischen Organisation verweigert. Die vergleichsweise große Anzahl seiner Landschaftsstücke mutet rückblickend fast wie ein Zeugnis der inneren Emigration an. Die Bilder sind kompositorisch wohlüberlegt angeschnitten und hintereinander gestaffelt, bilden eine eng verschachtelte Einheit aus Formen und Farben. Das Sujet ist nicht als Landschaftsmotiv im herkömmlichen Sinne gemeint. Vielmehr kündigt sich ein neuer Grundzug im Schaffen Max Kaus' an, der in den Nachkriegsjahren zum Durchbruch gelangen wird: Der Maler sucht den Natureindruck zur ornamentalen rhythmischen Farbstruktur zu verdichten. Diese auf Weitsicht konzipierten Landschaftsstücke zeigen den Künstler in eigentümlicher Distanziertheit zu seinem Motiv und offenbaren die schmerzlich empfundene Schwere und das unfreie Arbeiten dieser Lebensphase." (Ursula Schmitt-Wischmann, in: Max Kaus, Werkverzeichnis der Gemälde, Berlin 1990, S. 14 u. 15).