작품 상세
HERBIN, AUGUSTE (Quiévy 1882 - 1960 Paris) Nature morte. 1909. Oil on canvas. Signed lower right: herbin. 70 x 50 cm. Literature: Claisse, Geneviève. Herbin. Catalogue raisonné de l'oeuvre peint, Paris 1993, No. 205 (with colour ill.). HERBIN, AUGUSTE (Quiévy 1882 - 1960 Paris) Nature morte à la cuvette. 1909. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: herbin. 70 x 50 cm. Literatur: Claisse, Geneviève. Herbin - Catalogue raisonné de l'oeuvre peint, Paris 1993, S. 51, Nr. 205 (mit Farbabbildung). Erst auf den zweiten Blick offenbart sich das Nebeneinander leuchtender Farben dem Betrachter als Stillleben. Das Auge wandert von den kleinen Farbinseln am linken Bildrand über die klar begrenzten Formen in der oberen Bildhälfte bis es rechts unten auf dem gelben Oval verweilt, das sich bald als Schüssel entpuppt. Von hier aus erschließt sich dem Betrachter nun wiederum die Umgebung. Die Farbinseln formieren sich zu einem Blumenstrauß, im Hintergrund deuten sich weitere Gefäße an. Im vorliegenden Stillleben entfaltet sich ein beeindruckendes Wechselspiel zwischen den Farben und Formen. Die Auseinandersetzung mit Farbe und Form in ihrer reinen Erscheinung führen den Künstler einige Jahre später schließlich in die Ungegenständlichkeit. Im vorliegenden Gemälde deutet sich bereits an, was im Folgenden eine immer größere Rolle im Schaffen des Künstlers spielen wird, das Primat der Farbe und klar begrenzten Formen. Hier tritt sie dem Betrachter in Gestalt der stark konturierten Gefäße und dem in Farbfelder aufgelösten Raum entgegen. Auguste Herbin wird 1882 in Quiévy, einem kleinen Dorf in der Nähe der belgischen Grenze, als Sohn einer Handwerkerfamilie geboren. Er bildet sich zunächst als Autodidakt weiter, später ermöglicht ihm ein Stipendium den Besuch der École des Beaux-Arts in Lille. 1901 lässt er sich in Paris nieder. Es entstehen erste vom Impressionismus beeinflusste Werke. Einige Jahre später folgt eine Reihe fauvistischer Gemälde, die er 1907 im Salon d'Automne in Paris gemeinsam mit den Fauves ausstellt. Als Herbin 1909 mit dem Umzug in das Künstlerhaus La Bateau-Lavoir Ateliernachbar von Pablo Picasso, Georges Braque, Juan Gris und Otto Freundlich wird, beginnt seine intensive Auseinandersetzung mit dem Kubismus. Um 1918 vollzieht Herbin schließlich den Schritt in die reine Abstraktion. Nach einer kurzen Rückkehr zur gegenständlichen Malerei (siehe Los 3227) findet er in den 1920er Jahren zu seiner charakteristischen Formensprache. Auguste Herbin gilt als Mitbegründer der geometrisch-konstruktiven Kunst in Frankreich, der mit seinem vielschichtigen Werk, dem von ihm entwickelten Kompositionsprinzip 'alphabet plastique' und seinen theoretischen Überlegungen, wie der Schrift 'L'Art non-figurativ, non-objectif', zum Vorbild der nachfolgenden Künstlergeneration dieser Strömung wurde. Herbin stirbt 1960 in Paris. Seine Werke werden auch weiterhin auf den großen internationalen Ausstellungen gezeigt, darunter 1972 auf der documenta V in Kassel und 1987 im Solomon R. Guggenheim Museum in New York.
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