작품 상세

Abstrakte Phantasiekomposition Schwarze Kreide auf Velin. Um 1927. 19 x 24,5 cm. Unten rechts mit Bleistift signiert. Beim Anblick von Oelzes phantastischen Zeichnungen fühlt man sich verschlungen von nebelhaften, visionären, surrealistischen Traumwelten. Kaum ein anderer Künstler schafft mit dem Bleistift solch minutiöse, obsessive Zeichnungen. In seinem Studium am Weimarer Bauhaus von 1921 bis 1925 erlernte er in Johannes Ittens Vorkurs u.a. exakte, differenzierte Darstellungsweisen von porösen Holzstrukturen, die in seinen späteren Zeichnungen vielfach Ausdruck finden. Er lebte von 1926 bis 1929 in Dresden, hatte 1929 einen Lehrauftrag am Bauhaus Dessau, lebte kurzzeitig in Ascona und darauf in Berlin. 1933 konnte er mit dem letzten Zug über die Grenze nach Frankreich gelangen und ließ sich in Paris nieder. Dort knüpfte er Kontakt zum Kreis der Surrealisten - André Breton, Salvador Dalí, Paul Eluard und Max Ernst. Richard Oelze ist einer der bedeutendsten deutschen Maler des Surrealismus. Wunderbar zarte, äußerst feingliedrige Zeichnung einer abstrakten Naturszene, möglicherweise eine Baumstudie, aus Oelzes früher Schaffenszeit in Dresden. - Provenienz: Sammlung Max Ernst