작품 상세
Ruht im Frieden seiner Hände Bronzerelief mit dunkelbrauner Patina. 1935/36. 34,5 x 31,5 x 9 cm. Am unteren Rand bezeichnet "KOLLWITZ" sowie mit dem Gießerstempel "H. Noack Berlin". Timm 45. Käthe Kollwitz hatte sich zeitlebens mit dem Tod in seinen verschiedenen Ausdrucksformen beschäftigt. Auch mit ihrem eigenen Tod setzte sie sich bewusst und aktiv auseinander, wie eine Briefstelle bezeugt: "[...] Ich segne mein Leben, das mir bei allem Schweren so unendlich viel Gutes gegeben hat. [...] Ich bitte Euch nur, lasst mich jetzt fortgehen, meine Zeit ist um", geschrieben am 13. Juni 1944 aus ihrem kriegsbedingten Aufenthalt in Nordhausen an ihre Kinder (zitiert nach Käthe Kollwitz "Ich will wirken in dieser Zeit", Frankfurt/Berlin/Wien, Ullstein 1981, S. 147). Das Bronzerelief entstand für die eigene Familiengrabstätte, die Käthe Kollwitz und ihre Geschwister auf dem Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde für sich und ihre Ehepartner erworben hatten. Die jüngere Schwester Lisbeth Stern, der Käthe Kollwitz zeitlebens besonders verbunden war, hatte nach dem Tod ihres Mannes 1934 die Künstlerin um eine plastische Arbeit für das Grab gebeten. Das Relief zeigt "zwei große mütterliche Hände, die einen Hinübergehenden in ihren Mantel hüllen, und der Hinübergehende- es ist nur das Gesicht zu sehen- zieht den Mantel noch um sich zusammen." (Briefe der Freundschaft, S. 101 f.) Der Titel liegt einer Gedichtzeile aus dem "West-östlichen Divan" von Johann Wolfgang von Goethe zugrunde: "Gottes ist der Orient/Gottes ist der Okzident!/Nord- und südliches Gelände/Ruht im Frieden seiner Hände". - Literatur: Gerhard Kolberg. "Käthe Kollwitz - Die Bildhauerin", in: Kölner Museums-Bulletin, Berichte und Forschungen aus den Museen der Stadt Köln, S. 56 (Abb. 14) Annette Seeler. "Käthe Kollwitz. Zeichnungen, Grafik, Plastik". Bestandskat. des Käthe Kollwitz Museums, Berlin/Leipzig 1999, Kat. Nr. 166 mit Abb. und Abb. des Grabmals, für das die Plastik entstand
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