작품 상세
CAMPENDONK, Heinrich, 1889 1957. 5 e. Br. m. U. Düsseldorf 21.XII.1931 bis 28.II. 1932. 5 S. folio. Leicht gebräunt. Minimale Läsuren. Gelocht. An den Kunsthistoriker Hans Secker, den ehemaligen Direktor der Neuen Gemäldesammlung des Walraff- Richartz-Museums in Köln, der sich für seine Werke interessierte. 21.XII.1931. Ausführlich über die 1928 entstandenen Wandgemälde im Schneidemühler Plenarsaal. Die Photos welche Sie erhielten sind Detailaufnahmen aus dem größeren der beiden Wandbilder Der Staat hatte für diese Arbeit einen engeren Wettbewerb ausgeschrieben, und erhielt ich damals den ersten Preis und die Ausführung. Für die große Wand war als Thema gegeben: Der Treueschwur der Schneidemühler Bevölkerung nach Abzug der polnischen Besatzung Hélas! Trotzdem sah ich sofort mein Bild, und malte riesenhaft den Aufstieg der befreiten Adler, die schwörenden Frauen, die abziehenden Vögel der Nacht. Das Bild ist etwa 6 × 9 m. und ganz in hellen ocker- und grauen Tönen gemalt; nur die Figuren stehen auf blassen blauen Tönen Die Gemälde sind heute nicht mehr erhalten; die einzigen heute erhaltenen Wandgemälde Campendonks befinden sich in der Villa Merländer in Krefeld. Die weiteren Briefe betreffen eine geplante Zusammenarbeit mit dem Kölner Architekten Op gen Oorth an einem Kirchenneubau in Goch, zu der er zunächst Seckers Vermittlung erbeten hatte. 21.II.1932. Es wäre für mich eine ganz große Freude mit Op gen Oorth zusammen arbeiten zu können, und in Goch evtl. die Fenster und die Altarwand in Auftrag zu bekommen. Wenn Sie mit Herrn O.g.O. sprechen, können Sie ihm vielleicht erzählen, daß ich gerne recht bald schon an die Arbeit gehen möchte, weil ich immer sehr viel Zeit für meine Arbeit benötige. Für den hochwürdigen Herrn Pastor in Goch wird es auch wichtig sein zu erfahren, daß ich Katholik bin 28.II.1932. Mein Eindruck von den Entwürfen für die Kirche in Goch war außerordentlich gut, und werde ich demnächst mit Freude an die Arbeit gehen. Vorher werde ich Gelegenheit finden mit meinem Freunde, dem Dominikanerpater Morlion, alles durchzusprechen, damit auch alles liturgisch einwandfrei wird Die Zusammenarbeit kam wohl nicht zu Stande. Campendonk, seit 1926 Professor an der Kunstakade- mie in Düsseldorf, wurde nach der nationalsozialistischen Machtergreifung seines Amtes enthoben und emigrierte über Belgien in die Niederlande.
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