작품 상세
"A vous, Général" Kreide in Schwarz, mit Weiß gehöht, auf festem Velin. 19,8 x 16,1 cm. Rechts in der Darstellung mit Feder in Schwarz monogrammiert, verso (eigenhändig?) als "No. 18" bezeichnet und betitelt. Vorzeichnung für die gleichnamige, im Format etwas kleinere Radierung (Ramiro 238; Deman 4; Mascha 710). Im ausdrucksvollen Helldunkelkontrast und in der Weichheit der Übergänge zeigt die vorliegende Zeichnung Rops' nahezu alchimistische Könnerschaft im Umgang mit dem Clair-Obscur, ein Spiegel seiner intensiven Beschäftigung mit der Technik des Vernis-mou. In seinen Zeichnungen voll Schönheit, Dekadenz, Lasterhaftigkeit und Erotik zeichnet Rops ein Porträt seiner Epoche und kämpft damit gegen die moralische Rigidität der Bourgeoisie und des Klerus. Schon als Schüler tat sich Félicien Rops durch seine Karikaturen hervor. 1856 gründete der umtriebige Zeichner mit Charles de Coster die Zeitschrift "Uylenspiegel", deren Zeichnungen seine Bekanntheit schnell steigerten. Als Mitbegründer der „Société des Beaux Arts" 1868 gehörte er zu den Wegbereitern des belgischen Realismus. In Paris widmete er sich intensiv der Ätztechnik und entwickelte später zusammen mit seinem Freund Armand Rassenfosse eine spezielle Form der Weichgrundätzung, die "Ropsenfosse". Als weithin geschätzter Illustrator bewegte sich Rops im Kreis von Autoren wie Charles Baudelaire, Jules Barbey d'Aurevilly, Stéphane Mallarmé, Paul Verlaine und Joséphin Péladan. Dichter und Künstler inspirierten sich gegenseitig in ihrem erotischen "Fin-de-Siecle-Satanismus", und Rops illustrierte nicht nur, sondern regte mit seinen Zeichnungen auch die Autoren zu Texten an.
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