작품 상세
Rudolf Höckner 1864 Hilmersdorf bei Wolkenstein (Erzgebirge) – 1942 Bad Mergentheim Wolfgang Balzer 1884 Dresden – 1968 Radebeul Albert Wigand 1890 Ziegenhain/Hessen – 1978 Leipzig Öl auf Papier, verso mit Zeitungspapier hinterlegt. Unsigniert. Hinter Glas in einem Rahmen mit Eckwürfeln gerahmt. Auf einem alten Untersatzkarton mit der Widmung "Seinem lieben Albert Wigand mit dem Wunsch für baldige Genesung. 27.10.1965 Wolfgang Balzer" sowie sowie einer weiteren Widmung von Albert Wigand vom 14.4.69. Provenienz: Sammlung Albert Wigand, Dresden; vormals Sammlung Wolfgang Balzer, Radebeul. Rudolf Höckner 1864 Hilmersdorf bei Wolkenstein (Erzgebirge) – 1942 Bad Mergentheim Nach dem Tod des Vaters 1872 zog die Familie zunächst nach Freiberg und 1877 nach Leipzig um. Dort absolvierte er 1885 sein Abitur. Anschließend nahm er ein Theologie-Studium auf, welches er aufgab und ab 1886 die Großherzoglich-Sächsische Kunstschule in Weimar besuchte. 1890 beschloss er sein Studium mit einem Diplom. Er unternahm mehrere Studienreisen und ließ sich ab 1891 freischaffend in Weimar nieder. Albert Wigand 1890 Ziegenhain/Hessen – 1978 Leipzig Bis 1913 Studium an der Kunstgewerbeschule Düsseldorf bei Lothar von Kunowski. Ab 1913 im Schülerkreis des Malers Otto Ubbelohde tätig. Während des Ersten Weltkriegs als Sanitäter in Frankreich. 1916 erste Ausstellung im besetzten nordfranz. Rethel, initiiert von Walter Kaesbach. 1925 Übersiedlung nach Dresden, wo er 1930–43 als Schaufenstergestalter arbeitete. Parallel Aktstudium bei Woldemar Winkler. In den 1930er Jahren entwickelte Wigand einen eigenen lyrischen Expressionismus. Zeichnungen von Dorf- und Straßenszenen in Böhmen, im Erzgebirge und in der Lausitz prägen sein Oeuvre, das nach 1945 durch malerische Stillleben Ergänzung erfuhr. Seine frühen Arbeiten setzte er zudem zu Collagen zusammen, die eine zeitliche Einordnung noch heute erschweren. Sein Spätwerk wiederum zeichnet sich durch eine Annäherung an den Realismus in reduzierter Farb- und Formensprache aus. Wolfgang Balzer 1884 Dresden – 1968 Radebeul Deutscher Kunsthistoriker. 1903–08 Studium der Kunst- und Literaturwissenschaft, neueren Sprachen und Philosophie an den Universitäten Tübingen, München und Leipzig. Promotion zum Doktor der Philosophie. 1910–14 Kunstreferent bei der Leipziger Volkszeitung. Teilnahme am Ersten Weltkrieg. 1923 Ernennung zum Direktor des Kunstgewerbemuseums Dresden. 1933 Entlassung und Versetzung in den Ruhestand. Bei der Zerstörung Dresdens 1945 verlor er sein komplettes wissenschaftliches Material und seine Kunstsammlung. 1945 erneut Betätigung als Direktor im Kunstgewerbemuseum sowie der Porzellansammlung. Wenig später Direktion des "Zentralmuseums des Bundeslandes Sachsen" im Schloss Pillnitz. 1946–51 Direktion der gesamten Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Im Ruhestand Sammlungstätigkeit, Halten von Vorträgen und Veröffentlichen mehrerer Publikationen. In seinem Testament vermachte er dem Kupferstich-Kabinett Dresden 3000 grafische Blätter, 250 Zeichnungen, 110 illustrierte Bücher und 1100 kunsthistorische Bücher.