작품 상세

Georg Nerlich 1892 Oppeln – 1982 Dresden Joachim Kardinal Meisner 1933 Breslau – 2017 Bad Füssing Aquarell über Bleistift auf kräftigem Papier. U.re. in Blei signiert, betitelt und datiert "A. G. D. Nerlich 48". Verso von fremder Hand bezeichnet, ausführlich betitelt u.re. sowie mit dem getilgten Stempel und Inventarnummer des Stadtmuseums Dresden und dem Nachlass-Etikett Sammlung Kardinal Meisner u.re. versehen. Provenienz: Nachlass Sammlung Kardinal Joachim Meisner, Bad Füssing. Georg Nerlich 1892 Oppeln – 1982 Dresden 1912–17 Studium an der Kunstakademie Breslau bei K. Hanusch, H. Poelzig, M. Wislicenus u. Oskar Moll. 1917 Staatliche Prüfung als Kunsterzieher, weitere Studien unter Oskar Moll, Oskar Schlemmer, Georg Muche und Alexander Kanoldt. Zunächst bis 1922 in Kattowitz und später in Breslau und Oppeln tätig. Studienreisen nach Italien, Südfrankreich, Österreich u. in die Dolomiten. 1937 als "entartet" erklärt. Verlust eines großen Teils des malerischen Werks durch den 2. Weltkrieg. 1946 Übersiedlung nach Dresden. 1948 Berufung zum Professor für Malerei und Grafik an der Architekturabteilung der Technischen Hochschule Dresden. Seit 1957 freischaffend tätig. Joachim Kardinal Meisner 1933 Breslau – 2017 Bad Füssing Deutscher Theologe und Erzbischof der Römisch-Katholischen Kirche. 1945 Vertreibung seiner Familie aus Schlesien und Ansiedlung im thüringischen Körner. Zunächst Lehre als Bankkaufmann. 1953 Teilnahme am Seminar für Spätberufene in Magdeburg, in dem Interessenten am Priesterberuf auf dem zweiten Bildungsweg zum Abitur geführt werden. 1959–62 Studium der Philosophie und Theologie in Erfurt. 1962 Weihe zum Diakon und Priester. 1975 Weihe zum Bischof in Erfurt. 1980 Ernennung zum Bischof von Berlin durch Papst Johannes Paul II. 1987 Organisation des ersten und einzigen Katholikentreffen in der DDR mit über 100.000 Teilnehmern. 1983 Aufnahme in das Kardinalskollegium. 2005 Gastgeber des 20. Katholischen Weltjugendtages in Köln, sowie 2005 und 2013 Teilnahme am Konklave. Ab 2014 Ruhestand. Die Beisetzung erfolgte in der Bischofsgruft im Kölner Dom.