작품 상세

Zur geometrisch-mathematischen Berechnung der Himmelsdimensionen -- Blaeu, Joan. Sextans astronomicus trigonicus pro distantiis rimandis. Kolorierter Kupferstich aus Atlas Major. Plattengröße ca. 39 x 26 cm. Mit Passepartout unter Glas in teilvergoldeter Holzprofilleiste gerahmt. 56,5 x 42,5 cm. Amsterdam, Joan Blaeu, ca. 1662-1670. -- Koeman II, 12:2. – Prächtige Darstellung des "großen Sextanten", eines der wichtigsten Geräte zur Bestimmung der Winkel und damit der Abstände und Entferungen von Himmelskörpern. Der Sextant ist auf einem Holzgestell über einer Kugel montiert und wurde erstmals von dem Astronomen Tycho Brahe (1546-1601) dargestellt und beschrieben. -- -- Die Funktion wird bei Kästner im Zusammenhang mit den Instrumenten Brahes beschrieben: "17. Das Werkzeug läßt sich vermittelst einer Kugel, auf welcher es ruht, in jede Ebene bringen. Die Kugel dreht sich innerhalb eiens Kreises, wie bey Weltkugeln der Horizont ist, vom Kreise geht niederwärts Quadranten zur Haltung. So was, wie bey Feldmesserwerkzeugen die Nuß. Bey diesen beyden Winkelmessern sind die beyden Beobachter am Umfange" (Abraham Gotthelf Kästner, Geschichte der Mathematik, 1797, II, 637). -- -- Der bemerkenswert gut erhaltene, exakt und nuanciert kolorierte Stich stammt aus dem "Atlas Major, sive cosmographia Blauiana, qua solum, salum, cœlum, genaue Beschreibung" (Amsterdam, 1662). Die Abbildung basiert auf Tycho Brahes illustrierter Beschreibung des Observatoriums Uraniborg auf Ven in Tycho Brahe, der "Astronomiæ instauratæ mechanica" (Wandsbek, 1598). Joan Blaeu's Vater, Willem Janszoon Blaeu (1571-1638), war 1594-96 als Instrumentenbauer und Kartograf in Uraniborg tätig. – Bemerkenswert schönes, sauberes Blatt in prachtvollem Kolorit, verso Text. Nicht ausgerahmt (möglicherweise Randläsuren), Versand nur ohne Rahmen.