작품 상세
Ansicht von Tivoli vom Monte Catillo mit Blick auf das Anio-Tal, die Villa Gregoriana und den Vestatempel. Öl auf Leinwand. 65 x 98 cm. Unten links signiert (ligiert) "JHWrage". Um 1875. Joachim Hinrich Wrage entstammte einer einfachen Landarbeiterfamilie und erkrankte als Kind schwer an einer Knochenhautentzündung, so dass er zeitlebens gehbehindert blieb. Da er für die schwere Landarbeit ungeeignet war, aber künstlerisches Talent an den Tag legte, erhielt er seine erste künstlerische Ausbildung in einer Porzellanmanufaktur, bevor er 1867 mit einem Staatsstipendium an die Düsseldorfer Akademie ging und dort gleich in die Landschaftsklasse von Oswald Achenbach aufgenommen wurde. Nach Studienreisen nach Dänemark und Holland führte er sein Studium anschließend unter Theodor Hagen an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule Weimar fort. 1873/74 studierte er für einige Zeit an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Karl Gussow, von wo er trotz seiner Behinderung auf eine Studienreise nach Italien aufbrach, die ihn bis nach Sizilien führte. Zum Ende des Jahres 1875 kehrte er nach Deutschland zurück und schloss seine akademischen Studien in Berlin unter Albert Hertel ab. Dort machte er auch Bekanntschaft mit Adolph von Menzel und Ferdinand Tönnies. Nach Abschluss seines Studiums ließ er sich in seiner holsteinischen Heimat nieder, heiratete die bekannte Landschaftsmalerin Wilhelmine Stahl und widmete sich vorwiegend der naturgetreuen Wiedergabe der norddeutschen Landschaft. Bekannt sind unter anderem seine frühen Darstellungen der unberührten Natur des noch nicht touristisch erschlossenen Sylt. - Die hier vorliegende Arbeit ist eines der wenigen nach seinen im Herbst 1875 vor Ort angefertigten Studien entstandenen Gemälde mit italienischen Motiven. Majestätisch eröffnet sich dem Betrachter das Tal des Anio im Abendlicht mit Blick auf den antiken Kern der über der Landschaft thronenden Stadt. Die Wasserfälle des Tales nur andeutend, gibt Wrage die malerische Schlucht und die antike Stadt dabei ganz in ihrer natürlichen Schönheit wieder, ganz ohne auf die touristisch-abgegriffene, übliche Perspektive zurückzugreifen. Nach Deutschland zurückgekehrt, stellte Wrage auf der Berliner Akademieausstellung 1876 stolz ein großes Gemälde mit dem Titel "Italienische Landschaft" aus, das Drees nur aus einer Fotografie kannte, und bei dem es sich nach Drees um das vorliegende Gemälde handelte (Kat. Berliner Akademie-Ausstellung 1876. S. 61, Nr. 813, dort mit dem Zusatz "Motiv: Wasserfälle bei Tivoli im Sabiner-Gebirge"). - Ausstellung: Berliner Akademie-Ausstellung 1876. S. 61, Nr. 813. - Literatur: Jan Drees: Heinrich Wrage (1843-1912). Landschaftsbilder, Schleswig 1998, S. 20f, mit Abb. - Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist. - Please ask for condition reports for individual lots, as the condition is usually not mentioned in the catalogue.
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