작품 상세

Ohne TitelÖl auf leichtem Karton. Um 1960.45 x 66,3 cm. Verso mit Bleistift numeriert "46" sowie (von fremder Hand?) "633 CLXXII".Geometrische und abstrakte Formen fügen sich zu drei komplexen Gebilden, die in spannungsreicher Komposition und leuchtender Farbigkeit vor dunklem Hintergrund stehen. Körnige und faserige plastische Partien bereichern den Farbauftrag um eine reliefartige Komponente. In ihrer Komplexität und der harmonischen Tonalität überzeugende Arbeit. Die bedeutende Prägung seiner Studienjahre erlebt Wilhelm Imkamp von 1926 bis 1929 am Bauhaus in Dessau, das er zeitgleich mit Fritz Winter besucht. Im Vorkurs bringt ihm Josef Albers die Grundgesetze der Komposition bei. Seine späteren Lehrer am Bauhaus, Kandinsky, Klee und Feininger, erwecken bei Imkamp lang nachwirkende Bildvorstellungen und schaffen die Grundlage für seinen unverwechselbaren Stil, seine kristallinen Kompositionen, die er doch mit seinem ganz eigenen, spielerischen Ansatz umsetzt. 1930-39 arbeitet er als freischaffender Künstler in Essen und widmet sich zum Broterwerb der Portrait- und Landschaftsmalerei. Der abstrakten Malerei kann er aus politischen Gründen nur im Verborgenen nachgehen. Als sein Atelier in Gießen 1944 durch Bomben zerstört wird, gehen viele bedeutende Gemälde verloren. - Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist. - Please ask for condition reports for individual lots, as the condition is usually not mentioned in the catalogue.