작품 상세
HOFER, KARL 1878 Karlsruhe - 1955 Berlin Girl with Flowers. 1936. Oil on canvas. 85,3 x 75,5 cm. Monogrammed and dated lower left: CH36 (alloyed). Verso titled: Mädchen mit Blumen, as well as dedication from 1969. Framed.Hofer, Karl 1878 Karlsruhe - 1955 Berlin Mädchen mit Blumen 1936. Öl auf Leinwand. 85,3 x 75,5cm. Monogrammiert und datiert unten links: CH36 (ligiert). Verso betitelt: Mädchen mit Blumen sowie mit Widmung von 1969. Rahmen. Provenienz:Privatsammlung HessenPrivatsammlung DeutschlandLiteratur:Wohlert, Karl Bernhard: Karl Hofer, Werkverzeichnis der Gemälde, Bd. 2, VAN HAM Art Publications, Köln 2007, Wvz.-Nr. 1217, Abb.Im Werkverzeichnis ist es noch unter dem Titel "Mädchen am Tisch mit Vase" aufgeführt und galt als vermutlich kriegszerstört.In den 1920er bis in die 1940er Jahre beginnt Karl Hofer, in seinen Bildern in sich versunkene, nachdenkliche und einer agierenden Außenwelt enthobene Frauen darzustellen. Diese malt er vornehmlich in einem unbestimmten Raum, an einem Tisch sitzend und stellt ihnen Attribute wie z.B. einen Blumenstrauß in einer Vase zur Seite. So auch in unserem 1936 gemalten Bild "Mädchen mit Blumen". Eine junge Frau sitzt mit leicht geneigtem Kopf und vor der Wange verschränkten Händen an einem Tisch, der bis zur unteren Bildkante reicht. Nichts deutet auf ein bevorstehendes oder gerade zurückliegendes Ereignis hin, noch geben die Mimik oder die Gestik Aufschluss über die Gefühlswelt der Dargestellten. Zwar scheint der reale Betrachter durch seinen Standpunkt mit der jungen Frau förmlich an einem Tisch zu sitzen. Jedoch scheint die Porträtierte in sich gekehrt, voller innerer Ruhe, mit sich allein ohne von einem potenziellen Gegenüber Kenntnis zu nehmen. Ihre Augen blicken ins Leere, in den unbestimmten Raum, der sie umgibt, ohne jede Erwartung oder Kommunikation mit der Außenwelt. Karl Hofer selbst hat über dieses vielfach variierte Motiv gesagt:"Was nun den speziellen Fall des Seelenspiegels betrifft, so muß ich Ihnen bekennen, daß es eben in meinem Wesen begründet sein muß, daß Sie eine solche in meinen Darstellungen nie erblicken; es liegt ebensowenig in meiner Hand es anders zu machen, als es in meiner Hand lag, das zu werden, was ich bin. Derartige anscheinende Äußerlichkeiten hängen tiefer mit dem Menschlichen im Künstler zusammen, als Sie glauben. [...] Geöffnete, den Beschauer anblickende Augen sind in meinen Augen geradezu eine Schweinerei, abgesehen davon, daß sie ein Bild als solches ruinieren. [...] Meine Figuren dagegen verharren völlig in Ruhe, für sie existiert kein Beschauer, also schauen sie ihn auch nicht an." (Hofer an Theodor Reinhart, Rom 27. Januar 1905, zit. nach Feist)(Ausst.-Kat. Karl Hofer. Exemplarische Werke Sammlung Hartwig Garnerus. Bayerische Staatsgemäldesammlungen Staatsgalerie moderner Kunst München, 1999, S. 33)
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