작품 상세
GRAUBNER, GOTTHARD 1930 Erlbach - 2013 Neuss "Lapilli". 1995. Acrylic and oil over synthetic cotton on canvas. Ca. 284,5 x 355 x 22 cm. Signed and dated verso upper center on the cotton: Graubner 95. Titled left of that: 'Lapilli'. Graubner, Gotthard 1930 Erlbach - 2013 Neuss Lapilli 1995. Acryl und Öl auf Leinwand über Synthetikwatte auf Leinwand. Ca. 284,5 x 355 x 22cm. Signiert und datiert verso auf Nessel Mitte oben: Graubner 95. Betitelt links daneben: 'Lapilli'. Provenienz:Privatsammlung Nordrhein-Westfalen "Mit den Farbraumkörpern schafft Gotthard Graubner 1971 eine eigene Gattung, welche die von ihm gesuchten Wirkungen ermöglicht (.). Die Farbraumkörper sind Wandobjekte. Am Anfang stehen die "rohen", noch unbemalten Bildträger: Die auf einem Keilrahmen aus Holz oder Metall befestigte Leinwand deckt eine gleichmäßige Lage von Synthetikwatte, die je nach Größe variiert und bis zu 20 cm dick sein kann. Über ihr ist eine zweite Textilbespannung so angebracht, dass sie die Seitenkanten ohne Faltenbildung weich gerundet polstert. Durch den straffen Bezug entsteht zu den Rändern hin eine leichte Abflachung gegenüber der ein wenig vorgewölbten Mittelpartie. Dieser "Rohling" wird auf dem Boden liegend mit dünnflüssigen Farben in Schichten getränkt, bestrichen, beschüttet, besprengt, in kreisenden Bewegungen bei gleichzeitigem Umschreiben von allen Seiten mit langstieligen Breitpinseln eingerieben. Als schlingende Formen schreiben sich die Arm- und Körperrhytmen ins Bild ein (.). Was fälschlicherweise oft als monochrome Malerei bezeichnet wird, ist vielmehr ein aus unzähligen Tönen und Nuancen schwingendes Ganzes. Immer sind die Farbraumkörper von intensiver Präsenz erfüllt. (.) Der Betrachter kommt nicht zur Ruhe, denn trotz punktueller Verdichtungen, Andeutungen von Zentren bleibt alles in Bewegung. Richtung, die sich abzeichnen brechen wider ab, ein Tiefensog verliert sich. Alle diese Energien, die in der Farbe selbst aufscheinen und die sich aus dem schweren Bildkörper wie aus einem unerschöpflichen Reservoir speisen, verwirren die Orientierung des Betrachters, entziehen den Boden." (Katharina Schmidt: Gotthard Graubner - Farblicht, Hannover 2003, S. 16 ff.)
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