작품 상세

NÁDLER, ISTVÁN 1938 Visegrád/Hungary "Hommage a Giacometti III". 2004. Oil on canvas. 120 x 80 cm. Titled, dated, signed and again dated verso upper right: Hommage à Giacometti, 2004 III, NadlerIstvan, I / 2004/ 1. Nádler, István 1938 Visegrád/Ungarn Hommage a Giacometti III 2004. Öl auf Leinwand. 120 x 80cm. Betitelt, datiert, signiert und nochmals datiert verso oben rechts: Hommage à Giacometti, 2004 III, NadlerIstvan, I / 2004/ 1. Beigabe siehe Literatur. Literatur:Ludwig Museum - Museum für Zeitgenössische Kunst, Budapest (Hrsg.): István Nádler - Neue Bilder, Budapest 2008, Abb. S. 59 (Ausst.-Kat.) István Nádler ist einer der markantesten, komplexesten Schöpfer der ungarischen zeitgenössischen bildenden Kunst. Der Künstler wurde im Laufe seiner langen, mehr als ein halbes Jahrhundert umspannenden Betätigung, gleichzeitig mit der Konzipierung seines eigenen Weges auch zu einem Vorkämpfer der Anschauungsneuwerdung der ungarischen kontemporären Kunst. Sein Lebenswerk knüpft sich sowohl an den ungarischen konstruktivistischen Avantgardismus als auch an den universalen Neoavantgardismus der Zeit, an die Gestenmalerei von Pollock und Hartung.Die Hauptfrage des Künstlers im Jahre 2003 war die Gestaltung der "profanen" Bildoberfläche zu einem transzendentalen Raum durch Entfaltung der pittoresken Schilderung des Schwarzes. Die nagel-schwarze Welt von Nádler weist eine malerische Verwandtschaft mit der marmorartigen kalten schwarzen Welt von Pollock, Hartung und Soulages auf, welche sich nur bei Richter erweicht, und wird diese Erweichung zur neuen Epoche der Malerei. In dem hier vorgeführten monochromen Schwarz von István Nádler als reinen spirituellen, tiefverlorenen Raum erhält Giacometti eine charakterisierende Rolle, der gestenwertige Hinweis auf seine Skulptur "Schreitender Mann". Für die Fassung müssen aber unsere Sinne noch mehr "geschärft" werden. Vor diesem monochromen schwarzen Bild können wir auf keinen Fall anhalten, denn wir fühlen uns gezwungen herumzuspazieren, damit uns die Änderungen des einfallenden Lichts den gesamten Weg der Linienführung der Geste aufzeigen. (Text: Dr. Silvia Köves)