작품 상세

Komposition Aquarell über Bleistift auf festem Velinkarton. 1924. 15 x 11,7 cm. Unten rechts signiert sowie unten links gewidmet und datiert "für Hans Cürlis 6/11/24". Moholy-Nagy wurde 1923 als Nachfolger von Johannes Itten von Walter Gropius ans Bauhaus berufen. Er lehrte dort und später in Dessau bis 1928. Als Maler stand er dem russischen Konstruktivismus, insbesondere El Lissitzky und Malewitsch, nahe und fühlte sich auch während der Bauhaus-Jahre der Avantgarde Osteuropas verpflichtet. Er gehörte zu den Pionieren des kinetischen Kunstwerks und wurde mit seiner eigenen, abstrakten Ausdrucksweise zu einem der bedeutendsten Vertreter des Konstruktivismus. Kinetik und Balance wurden für ihn zu bildnerischen Grundproblemen. Der seit 1921 geprägte Begriff der Bildarchitektur sollte für ihn bestimmend werden. Der besondere kompositorische Reiz unserer in der bedeutenden Bauhauszeit entstandenen Arbeit liegt vor allem in ihrer nahezu architektonischen Kombination konstruktiver und farblicher Formelemente. Dreiecke, Rechtecke und ein Kreis gruppieren in der Bildkomposition zueinander und sind verbunden sowie durchdrungen von filigranen Linien. Moholy-Nagys vielseitiges künstlerisches Schaffen reichte von der Malerei über die Fotografie bis hin zu Design, Bühnenbildnerei und dem Film. Gewidmet ist die Arbeit dem Regisseur und Kulturfilm-Produzenten Hans Cürlis. Als Cürlis' Lebenswerk gilt sein 1923 begonnener Filmzyklus "Schaffende Hände". Von 1923 bis 1926 und auch nach dem Zweiten Weltkrieg drehte er insgesamt 87 kürzere oder längere filmische Porträts von Bildhauern, Malern, Karikaturisten und Kunstfälschern bei der Arbeit. Unter anderem drehte er Filmportraits über George Grosz, Otto Dix, Lesser Ury, Wassily Kandinsky oder Max Pechstein. - Provenienz: Privatsammlung Berlin