작품 상세
"Sitzender Akt (Göttin)". Öl auf Leinwand. 105 x 85 cm. Unten links mit Pinsel in Weiß signiert und datiert sowie verso erneut signiert, datiert, betitelt, mit den Maßangaben und bezeichnet "Kat.-Nr. 17". (19)46. Saure 156, Strempel Ö 17. Die unbekleidete junge Frau blickt aus dunklen Augen direkt zum Betrachter. Sie sitzt zentral im Bild auf einem mit bunten Tüchern verhängten Sessel, rechts im Fenster steht eine Vase mit leuchtend gelben Blumen. Strempels Palette beschränkt sich auf die Farben Rot, Grün und Gelb. Kräftige Farb- und Helldunkelkontraste dominieren das Gemälde, klare Konturen grenzen Licht- und Schattenpartien voneinander ab und lösen stellenweise die Grenzen zwischen Figur und Umgebung auf. Nur ein Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sehen wir uns einer Darstellung des blühenden Lebens gegenüber, einem Bild der Üppigkeit und makellosen Schönheit, die sich aus tiefem Schatten heraus entwickelt. Hierin spiegelt sich Strempels Optimismus und sein Willen zu einem Neuanfang. Nachdem der Künstler in den Zwanziger Jahren bei Otto Mueller und Oskar Moll an der Breslauer Akademie studiert hatte, ließ er sich 1927 in Berlin nieder, wo er von Karl Hofer unterrichtet wurde. 1933 flüchtete Strempel nach Frankreich, 1945 kehrte er, aus der Kriegesgefangenschaft entlassen, sogleich wieder nach Berlin zurück. Durch Kriegswirren und Flucht ging ein Großteil seines Schaffens verloren. Unser Gemälde gehört zu den wenigen Werken Strempels, die die Wirren von Nachkriegszeit und Umsiedlung überstanden haben. Winzige Retuschen, Craquelé.
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