작품 상세

An ein Podest gelehnter Jüngling mit einer Statue der Fortuna in der Hand. Radierung, eigenhändig überarbeitete mit Feder in Braun, auf weiß grundiertem Papier, auf ein Untersatzpapier aufgezogen und unter ein Passepartout montiert. 19,1 x 12 cm (lichte Maße). Unten rechts signiert und datiert "Fortuny R(oma?)1869". Mariano Fortuny wurde schon als Kind zum Waisen und wuchs bei seinem Grossvater auf, von dem er auch ersten Unterricht erhielt. 1852 siedelten sie nach Barcelona über, wo er bald ein Stipendium an der Kunstakademie "Llotja" bekam. Zudem war er Schüler im Atelier Claudi Lorenzale Sugrañes, der sich als Schüler Friedrich Overbecks dem Stil der Nazarener verpflichtet fühlte und großen Einfluss auf Fortunys Frühwerk hatte. Mit einem weiteren Stipendium ging er 1858 nach Rom, studierte dort an der Accademia Chigi und war regelmäßiger Teilnehmer der Künstlertreffen im Caffè Greco. Seine zahlreichen Reisen führten ihn nach Marokko, Frankreich, Großbritannien und durch ganz Spanien, er kehrte jedoch immer wieder nach Rom zurück. Bei einem Studienaufenthalt in Madrid freundete er sich mit dem Künstler Raimundo de Madrazo y Garreta an und verliebte sich in dessen Schwester, die er wenig später heiratete. In seiner Kunst verbindet er seine an alten Meistern geschulte Technik mit der Farbigkeit des jungen Goya und widmet sich mit großem Erfolg historisierenden Genrethemen aus der Zeit vor der französischen Revolution und orientalischen Sujets. Später entwickelte er einen eigenständigen Freilichtrealismus, bevor er im Alter von nur 36 Jahren in Rom verstarb. Sein Sohn Mariano Fortuny y de Madrazo wurde einer der bedeutendsten spanischen Graphiker des 19. Jahrhunderts und griff viele Themen seines Vaters erneut auf, wodurch dessen Werk große Verbreitung erfuhr.