작품 상세

Bildnis eines jungen Mannes mit Turban und Tonpfeife. Rötel und schwarze Kreide auf Bütten. 18,8 x 21,9 cm. Auf dem Krug in Rötel signiert "Schmidt" sowie unten links in schwarzer Feder ein weiteres Mal signiert "Schmidt del:". Diese suggestive Zeichnung stammt aus dem Besitz Carl Friedrich Zelters, dem Großneffen des Künstlers. In der Autobiographie Zelters schreibt der Musiker und Freund Goethes dazu ausführlich: "Im Januar 1775 starb mein Großoheim, der Kupferstecher Schmidt. Meine Großmutter mütterlicher Seite und deren Schwester waren die einzigen Erben eines bedeutenden Vermögens und einer höchst merkwürdigen Kunstsammlung von Gemälden, Kupferplatten, Kupferstichen und Zeichnungen der größten Meister aller Zeiten". Dieses umfangreiche Erbe insbesondere zahlreiche Kupferstiche und Zeichnungen ging kurz darauf in den Besitz Zelters über. Einige Blätter hieraus übersandte Zelter an Goethe in Weimar, um dessen Kunstsammlung zu ergänzen. Zur Provenienz der geschickten Blätter und zur Bedeutung des Künstlers schreibt Zelter an Goethe: "Diese und noch andere Sachen habe schon seit 1775 dem Todesjahre meines GroßOheims Schmidt in Besitz, den ich in Deinem Winckelmann nicht finde und kaum die Ursache begreife wie ein so fruchtbarer Kupferstecher von Dir übergangen worden? ...Seine radierten Blätter nach Rembrandt wurden hier allgemein geschätzt und wenn ich die besten neuern Kupferstecher gegen seinen Mignard halte, so hat keiner den Charakter der Stoffe so derb und wahr getroffen, man möchte Farben erkennen" (MA 20.1, S. 693). Provenienz: Aus dem Besitz von Carl Friedrich Zelter (1758-1932, anliegend kleiner Notizzettel handschriftl. bezeichnet in englischer Sprache: "This valuable creation by G. F. Schmidt was taken from the possession of M. Zelter of Berlin, who was ... director of the Acad. of Music, friend of Goethe & and a nephew of the artist").