작품 상세

IVORY FIGURE MARIE LESZCZYNSKA 'EN JUNON',Louis XV, after G. COUSTOU (Guillaume Ier Coustou, Lyon 1677-1746 Paris), probably Dieppe, 18th century. Exceptionally finely carved ivory. On ebony pedestal. Some losses. H (without plinth) 33 cm. ELFENBEINFIGUR DER MARIA LESZCZYNSKA 'EN JUNON', Louis XV, nach G. COUSTOU (Guillaume Ier Coustou, Lyon 1677-1746 Paris), wohl Dieppe, 18. Jh. Elfenbein ausserordentlich fein geschnitzt. Auf stilisierter Wolke stehende Königin in langem, faltenreichem Gewand, mit die Kronze haltender Amorfigur und Schild mit 'fleur de lys', zu ihren Füssen ein Pfau. Auf profiliertem Ebenholzpostament. Wenige Fehlstellen. H (ohne Sockel) 33 cm. Provenienz: Aus französischem Besitz. Die lebensgrosse Marmorfigur von Guillaume Ier Coustou befindet sich heute im Musée du Louvre in Paris. Sie war zusammen mit dem Pendant, einer Skulptur von König Louis XV, eine Auftragsarbeit des Directeur Général des Bâtiments du Roi, dem Herzog d'Antin, für den Park seines Château de Petit Bourg im Jahr 1731. Nach dessen Tod kamen die Skulpturen in den Louvre. Maria Karolina Katarzyna Leszczynska (1703-1768), Tochter des polnischen Königs Stanislaus, wurde 1725 durch die Heirat mit Louis XV Königin von Frankreich. Die Ehe soll zunächst sehr glücklich gewesen sein, bis sich Maria in die Politik einmischte, was eine zunehmende Entfremdung zwischen ihr und dem König zur Folge hatte. Nach der Geburt des siebten Kindes verliess Louis die Königin und erklärte die Comtesse de Mailly offiziell zu seiner Mätresse. Während der 1740er Jahre zog sich Maria immer stärker in ihren eigenen Freundeskreis zurück. Sie widmete sich ihren Kindern und der Armen-Fürsorge. Zusammen mit mehreren Geistlichen unterstützte Maria soziale Einrichtungen im ganzen Land, besserte höchstpersönlich gebrauchte Kleidung für Bedürftige aus und versorgte verletzte Diener. Für ihre Aktivitäten gab die persönlich sehr bescheidene Maria hohe Summen aus, die allerdings nicht aus der Staatskasse stammten, sondern durch private Spenden aufgebracht wurden. Auch gegenüber Künstlern und Gelehrten war die Königin freigiebig. Darüber hinaus war sie sehr fromm und galt als gutmütig und anspruchslos. Sie lehnte auch bewusst den Prunk des französischen Hofes ab. Manche Quellen beschreiben Maria als ernst und langweilig, andere behaupten, dass sie durchaus geistreich sein konnte. Insgesamt bescheinigte man ihr, ihr Los als abgeschobene Ehefrau mit Würde getragen zu haben.