작품 상세
Dat. 8. 1. und 27. 10. 1917. Zus. 4 Seiten. - Die e. adressierten Kuverts liegen bei. (178) An den befreundeten Musiker François-Marcel Chailley (1881-1936) in Paris. Dieser war Geiger und Musikpädagoge und hatte ein eigenes, sehr erfolgreiches Streichquartett, das "Quatuor Chailley", gegründet. Das Schreiben antwortet auf die Zusendung eines Konzertprogramms, und Saint-Saëns bedankt sich "pour la belle place que vous me faites" (in diesem Programm). Vielleicht war das Quartett schon in Vorbereitung der Brasilien-Tournee, die 1918 stattfand, zusammen mit der Pianistin Chailley-Richez. Saint-Saëns bedauert aber, dass er auf der zugesendeten Liste kein Streichquartett von ihm gesehen, dagegen "ceux de César Franck et de Debussy" (diese wurden in Brasilien 1918 tatsächlich aufgeführt). Er fährt fort: "De tout ce que j'ai a citer pour musique de chambre, c'est le quatuor que je préfère. Hélas! Il est fort difficile et nécessite plusieurs repétitions." (Er meint hier sein erstes Streichquartett e-Moll, Op. 112, entstanden 1899, das zweite Quartett Op. 153 ist erst 1918 entstanden, vielleicht in erneuter Auseinandersetzung mit der Thematik durch das Quatuor Chailley. Bei dem Brief an die Pianistin Céliny Chailley-Richez (1884-1973), der Gattin von Marcel Chailley, handelt es sich um eine Absage, wohl zu einer Konzerteinladung. Er sei gleichzeitig mit Proben in der Oper und im Trianon Lyrique tätig und überhaupt so viel zu beschäftigt, dass es unmöglich sei "de donner encore de auditions". Auch müsse er es zurückstellen, Hinweise zur Interpretation seines Konzerts zu geben (wohl eines seiner Klavierkonzerte). - Interessante Zeugnisse zur Biografie und zum Werk des Komponisten.