작품 상세
WAGNER, Cosima, geb. de Flavigny, 1837-1930. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Tribschen 12.VIII.1871. 33/4 S. 8°. Leicht gebräunt. An einen Herrn, der sich um eine Sekretärsstelle in Bayreuth beworben hatte. Zunächst mit Beileidsbekundungen zum Tod von dessen Ehefrau. „... Es ist mir wirklich schmerzlich Ihnen so gar kein anderen Trost zusprechen zu können, als diesen, dass wir alle unter einem Leidensgesetze stehen; diess ist aber ein Trost, Buddha wendete ihn gegen die Frau an, die jammervoll nach dem Tode ihres Kindes zu ihm kam … Sie werden uns zu jeder Zeit auf Tribschen willkommen sein; Wagner möchte mit Ihnen die Frage des Sekretariats der Bayreuther Angelegenheiten besprechen, Ihre Bedingungen, und Ihre Neigung dazu kennen lernen. Mit Tausig’s Tod“ (gestorben an Typhus am 17. Juli des Jahres, erst 29 Jahre alt) „haben wir einen enormen Verlust gemacht; jetzt kommt es aber darauf an möglichst viele Wagner Comités, wie sie sich in Wien, München, Leipzig, Mannheim, gebildet haben, wach zu rufen …“ – Der Pianist Carl Tausig hatte gemeinsam mit seiner Schülerin Marie von Schleinitz im selben Jahr den Bayreuther Patronatsverein gegründet.