작품 상세

WAGNER, Richard, 1813-1883. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Richard Wagner“. Dresden 30.IX.1843. 13/4 S. gr.-4°. Mit rotem Ringsiegel („RW“) und Adresse (Poststempel und -vermerke). Papierdefekt an der Siegelstelle. Früher Brief an den Komponisten Johann Friedrich Kittl, Direktor des Prager Konservatoriums, dem er für die Widmung einer Komposition an seine Frau Minna dankt. „... Daß du meiner Frau so freundlich gedenkst, ja – daß du Ihr eine Composition widmest, macht sie ganz stolz: sie bedauert allein, daß sie – die so gut wie gar nicht Klavier spielt – (was mir – beiläufig gesagt – recht angenehm ist –) deine Composition nur hören, nicht aber spielen können wird. Hoffentlich hältst du dein Versprechen u. besuchst uns bald; mein Flügel soll dir gefallen, u. dann sollst du uns recht musikalisch schwelgen lassen! Ich habe nun auch des bewußten Sujet’s wegen geschrieben, u. nehme an, daß es dir in diesen Tagen direkt zugesendet werden wird: möge es dir gefallen u. du Glück damit haben! – Nach Wien habe ich auf einen erneuerten Antrag noch nicht geantwortet: mir graut vor dieser asiatischen Stadt. Deiner Aufforderung gemäß lasse ich jetzt eine Copie meines ‘Fliegenden Holländers’ besorgen; sobald sie fertig ist werde ich sie dir schicken … Von mir kann ich dir leider nicht viel berichten: alle meine Thätigkeit wird jetzt von unsrer – Einrichtung absorbirt; in Kurzem werde ich nun meine Häuslichkeit haben u. dann hoffentlich tüchtig arbeiten können. An meiner neuen Oper“ („Tannhäuser“) „habe ich noch keine Note geschrieben. Bei dir scheint das ununterbrochene Produziren ein größeres Bedürftnis zu sein, was ich daraus ersehe, daß du trotz deiner großen Verstimmung dennoch zu componiren im Stande [b]ist. – Du hast mir Lieder versprochen …“ Minna und Richard Wagner hatten sich im August für einige Tage in Prag aufgehalten. Sämtliche Briefe Band 2 Nr. 105 (kurzer Auszug nach dem Erstdruck im Katalog J. A. Stargardt, Auktion vom 3. Dezember 1889, Nr. 224), WBV Nr. 365.