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Menzel in der Mark Brandenburg Menzel, Adolph von, Maler, Graphiker und Illustrator, einer der bedeutendsten Maler des 19. Jahrhunderts (1815-1905). 4 eigh. Briefe m. U. "Adolph". Zus. 17 S. Kl. 8vo. Mit den 4 Umschlägen. (Bad Freienwalde, Juli - August 1861). Umfangreiche, lebendige und interessante Briefe von einem Kuraufenthalt in Bad Freienwalde am Oderbruch an seine Schwester Emilie und deren Mann, den Musikdirektor Hermann Krigar, in Berlin. Menzel wollte mit der Kur seine Gesundheit so weit stärken, daß er für die Anstrengungen einer geplanten Reise zur Kunstausstellung in Antwerpen gewappnet wäre. Da die Zeit knapp wurde, zeigten sich Schwester und Schwager besorgt, doch der Künstler ist bemüht, sie gut gelaunt zu beruhigen. "... Eure ganze Angst vor Antwerpen ist ja überflüßig, dafür daß mir das dort zu Erlebende und zu Beobachtende auch entgeht, dafür hat schon das Geschick durch Heyl's Eselei gesorgt, der mir die Flaschen nicht Dienstag, wie er Ordre hatte, sondern Mittwoch nachsandte, ich also erst Donnerstag 18. Juli angefangen zu trinken. Auf des übrigens lieben und vortrefflichen Werner's Bundesgenossenschaft hattet Ihr wohl dießmal nicht gerechnet? Das Zeugniß das bei dieser ganzen Gelegenheit die Deutschen Vereine vor den Belgischen sich ausstellen, die ja den ganzen Ulk selbst erst zu Stande bringen, ist freilich nicht so glänzend, als zu wünschen. Wenn wir überhaupt den Belgiern und Franzosen ungefähr so was sind, wie den Preußen die Sächsische Armee, so kränke das keinen. Ich habe mich kurzum entschlossen, ich werde nach Ablauf der Nachkur hingehen, die Ausstellung besuchen. Damit abgemacht. - Hier vergeht ein Tag wie der Andere ... mit denselben Menschen und Wegen, demselben Schritt, dessen konstante Langsamkeit Matt, der mich öfters ungesehen beobachtet, wenn er mich nachher mit seinem Raschgehen überholt, mehr als einmahl bewundert ... Wurst sind mir hier nur die Menschen und Dinge. Aufregendes kann mir höchstens von auswärts kommen. - Das Baden thut mir ganz bene, wie mir denn überhaupt das ewige Umherziehen, etc. unbeschrien sehr wohl bekommt ... Noch ein Beruhigungsmoment habe ich zu erwähnen vergessen, daß nähmlich mein Zimmer kein Sopha hat, auch schlafe ich seit der Hitze unter der bezogenen Decke ...". Am 29. Juli kann er berichten: "... Alles gut. Heute ists wieder fast durchweg schön geworden. Der Wind hat den Regen verjagt. Lotze wirst Du wohl jetzt in Berlin begegnen. Er machte mir gestern Abend vor 9, eben als ich im Begriff stand mich auszuziehen, einen Abschiedsbesuch. Er beklagte, als habe er sich mir in dieser Zeit nicht genug widmen können. Ich fand das gar nicht, er hat ja mit mir Berge bestiegen, mir Wege gezeigt, mich mit diesem Hinz und jenem Kunz bekannt gemacht. Wir haben auf Bellevue unter den Bäumen bei Kaffee oder Soda gequasselt, was Gott weiß oder lieber nicht wüßte ... Mandel ist auch wieder hier. Auch Bussler war hier. Auf Bellevue gabs am ersten Sonnabend meines Hierseins auch ein Concert, welches ich gleich vielen Anderen vor der Tür anhörte, da im Saal 200 Grad Fahrenheit waren, ich auch da hätte den Hut abnehmen müssen. Lotze weinte für den wohlthätigen Zweck auf dem Cello seine Trähnen über die Grandmarie, sie kommen mir vor wie solche Gesichter, die man schon irgendwo gesehen haben muß [29.VII.1861] ... Heute Vormittag einen Gang nach Fährkrug, am Fuß der jenseitigen Berge gemacht, die ganze Breite des Oderthales hinüber durch eine herrliche alte schattige Weidenallee hindurch, rechts und links der Blick in endlose sonnige Felder, Wiesen und Gebüsche. Entgegen kommen Einem in langen Zügen die hoch und noch mehr breit bepackten Heuwagen, wie die Mastschweine daherwackelnd; wären nur nicht meist solche alte, schwache abgetriebene Thiere davor, in dieser üppigen Natur ein Gräuel anzusehen. Dergl. entsinne ich mich überhaupt anderswo kaum so viele gesehen zu haben als hier. Auch den Menschen hier ist durchschnittlich von ihrem schönen Getreide und fetter M
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